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	<title>Patricks Rennradblog</title>
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		<title>Trinkverhalten im Radsport</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Apr 2014 10:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel hilft viel?! &#160; Im Rahmen meiner Semesterarbeit habe ich mich eingehend mit dem wie, wann und vor allem wieviel des Trinkens im Ausdauersport beschäftigt. Mein...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-size: 1.5em;">Viel hilft viel?!</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Rahmen meiner Semesterarbeit habe ich mich eingehend mit dem <em>wie</em>, <em>wann</em> und vor allem <em>wieviel </em>des Trinkens im Ausdauersport beschäftigt. Mein Fazit: viel zu viele Radsportler trinken zu viel, hören nicht auf ihren Körper und sind Sklaven von Faustregeln geworden, die ihre Leistung sogar mindern können.</p>
<p><span id="more-871"></span></p>
<h3>1 Stunde = 1 Flasche?</h3>
<p>Dies sei nur ein Beispiel für einen Leitsatz, der vermutlich den wissenschaftlichen Stand vor einigen vielen Jahren präsentiert. Trotzdem halten sich solche und ähnliche Regeln sehr hartnäckig, selbst in einschlägigen Zeitschriften (Rennrad-Bravo) wird regelmäßig dazu geraten, möglichst viel Flüssigkeit in sich hineinzukippen. Zuletzt geschehen im Heft 08/13, wo &#8220;Ernährungsexpertin&#8221; Mäder zum Trinken von 150 ml aller 15 Minuten rät. Ein Organigramm am Artikelende zeigt: bei 4stündiger Belastung macht das ca. 2,3 l!</p>
<p>Komisch, habe ich doch die NSC 2013 mit deutlich weniger als der empfohlenen Flüssigkeit gefinisht &#8211; 1,4 l, das macht 60% der empfohlenen Menge.</p>
<p>Dass dieses Trinkverhalten sich nicht wirklich an den realen Bedürfnissen des Sportlers orientiert, scheint klar zu sein, schließlich heißt es meist im Einklang: &#8220;Trinken Sie am Besten, bevor sie Durst haben &#8211; denn dann ist es meist zu spät&#8221;. Zu spät? Für was? Kippe ich vom Fahrrad, wenn ich Durst habe?</p>
<h3>Ausblick in andere Sportarten</h3>
<p>Auch wenn sich der Radsportler sehr gern vom Fußball distanziert, hier lohnt sich auch der Blick zu den kickenden Kollegen, denen ich auch gewissermaßen (als Nachwuchstrainer und Spieler a.D.) angehöre. Auch hier hält sich die Mär von der bösen, bösen Dehydrierung. In 90-minütigen-Einheiten sind selbst im Stützpunktbereich  (d.h. auf Ebene des DFB) mehrmalige Trinkpausen zu beobachten. Selten fordern dies die Spieler selbst ein. Der Trainer höchstselbst warnt vor dem Auslassen des Trinkens, aber warum?</p>
<h3>Folgen einer Dehydrierung</h3>
<p>Schwindel, Übelkeit, Ohnmacht. Das sind die einschlägig bekannten Folgen eines Liquiditätsmangels. Die gefürchteten Muskelkrämpfe rühren aus einem Mineralstoffmangel, sind also nicht direkte Folge einer Dehydrierung. Weiterhin wird oft das Gespenst der &#8220;Leistungsminderung&#8221; in den Raum geworfen. Doch stimmt es, dass eine Dehydrierung gezwungenermaßen die Leistung mindert?</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_885" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2014/04/mrjonathanpotter.jpg"><img class="size-medium wp-image-885 " title="Erfrischung nach dem Rennen" alt="Quelle: mrjonathanpotter/flickr" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2014/04/mrjonathanpotter-300x200.jpg" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: mrjonathanpotter/flickr</p></div>
<h3>Um es vorweg zu nehmen: nein!</h3>
<p>In Kreisen von Sportmedizinern gilt eine Dehydrierung bis ca. 2,5% als völlig unproblematisch und somit normal. Diversen Tipps aus Wiegen vor und nach dem Sport einen Ausblick auf das richtige Trinkverhalten zu erhalten ist somit kein Glauben zu Schenken. Das bestätigt auch meine Erfahrung in den Neuseenclassics, welche ich laut Corinna Mäders Empfehlung unterversorgt fuhr und trotzdem (oder gerade deshalb) ein für mich gutes Rennen fuhr.</p>
<p>Diese These ist, wenn sie auch selten beachtet wird, wissenschaftlich untermauert. Wissenschaftler aus Oxford bewiesen, dass eine leichte Dehydrierung sogar die Leistung steigere &#8211; einfache Erklärung: durch das gesunkene Körpergewicht muss weniger Masse bewegt werden, ein oft angestrebtes Ziel in Zeiten von ausgehöhlten Ausfallenden welche ganze 14 g Gewicht sparen.</p>
<p>Noch krassere Beispiele findet man bei erfolgreichen Marathoni, beispielsweise Alberto Salazar, welcher ganze 8 % seines Körpergewichts während seines knapp 2-stündigen-Marathons verlor.</p>
<p>Warum also wird immer wieder so einseitig vor dem zu-wenig-Trinken gewarnt, anstatt auf das Körpergefühl zu lauschen?</p>
<p>Meine Vermutung: Pläne sind chic, modern und einfacher zu befolgen als auf den eigenen Körper zu hören. In Zeiten, in denen klare Regeln und Pläne einfach besser ankommen als ein Verweis auf den Urinstinkt des Menschen &#8211; Durst.</p>
<h3>Gefahren</h3>
<p>Aus dieser Konstellation ergeben sich gleich 2 große Gefahren: einerseits die Gefahr, dass viele Hobbyfahrer und Radsporteinsteiger überhaupt nicht von einer Überhydrierung wissen. Ein zuviel gibt es für Viele nicht, nur ein zu wenig. Und das ist fatal. Denn hier sind wir bei der zweiten Gefahr &#8211; den realen Folgen einer Überhydrierung, welche nicht selten ähnliche Symptome vorweisen, wie bei einer Dehydrierung. Hirnödeme und eine Hyponaträmie sind Folgen, welche auf dem Leitspruch &#8220;Trinken, trinken, trinken&#8221; fußen. Erschreckend: Dr. Carl Heneghan behauptet, es gäbe keinen, in der Literatur dokumentierten, Fall von Dehydrierung als Todesursache, sehr wohl jedoch für Überhydrierung.</p>
<p>Besonders tückisch ist also vor allem die einseitige Berichterstattung, in der suggeriert wird, dass Dehydrierung das einzig Gefährliche ist, von einer Überhydrierung ist kaum die Rede.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_886" class="wp-caption aligncenter" style="width: 238px"><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2014/04/nuestrociclismo.jpg"><img class="size-medium wp-image-886 " title="Speicher füllen mit zuckerhaltigen Getränken" alt="Quelle: nuestrociclismo.com/flickr" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2014/04/nuestrociclismo-228x300.jpg" width="228" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: nuestrociclismo.com/flickr</p></div>
<h3> &#8230;und nun?</h3>
<p>Wenn man sich nicht auf mittlerweile veraltete Pläne von Ernährungswissenschaftlern verlassen kann, auf was dann? Die Antwort ist einfach: auf sich selbst und das individuelle Durstgefühl. Es ist bewiesen, dass der Moment des Durstgefühls nicht zu spät ist, sprich: der Durst ist nicht Vorbote eines Leistungseinbruchs, sondern viel mehr Signal, nun Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Es besteht also keine Veranlassung, bereits davor zu trinken und so diese Sensibilität zu stören und sich zum Sklaven von Trinkplänen zu machen. Nichtsdestotrotz ist vor allem an heißen Tagen darauf zu achten, überhaupt erst genügend Flüssigkeit verfügbar zu haben, um das Durstgefühl zu stillen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie sieht es bei euch aus? Seit ihr eher Vieltrinker oder eher Minimalist und fahrt mit einer Flasche raus? Ich würde mich sehr über Kommentare freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: xxx-small;">Quellen:</span></p>
<ul>
<li><span style="font-size: xx-small;">Artikelbild: FaceMePLS/flickr</span></li>
<li><span style="font-size: xx-small;">http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/default.aspx?sid=819097&amp;cm_mmc=Newsletter-_-Telegramm-C-_-20120803-_-Neuro-psychiatrische+Krankheiten</span></li>
<li><span style="font-size: xx-small;">http://www.bmj.com/content/345/bmj.e4848</span></li>
<li><span style="font-size: xx-small;">http://www.netzathleten.de/Sportmagazin/Gesundheits-Ernaehrungs-Fitness-Mythen/Ausgetrocknet-So-erkennt-man-eine-Dehydrierung/3400392109226086109/head</span></li>
<li><span style="font-size: xx-small;">http://www.leistungssport.com/Mineralwasser/Fl%C3%BCssigkeitsversorgungimSport/tabid/2995/language/de-DE/Default.aspx</span></li>
<li><span style="font-size: xx-small;">http://triathlon-fuer-einsteiger.de/allgemein/keine-sicheren-symptome-fuer-dehydrierung/</span></li>
<li><span style="font-size: xx-small;">http://www.joggen-online.de/gesundheit/sportverletzungen/dehydrierung-beim-sport.html</span></li>
<li><span style="font-size: xx-small;">http://hammergel.de/ausdauersport-fehler.html</span></li>
</ul>
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		<title>Auf dem Weg zum Gran Fondo</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2014 15:17:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausfahrten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist kein Geheimnis, schließlich habe ich es bereits in den vorigen Artikeln erwähnt: die Strava-Gran-Fondo-Challenge (160km am Stück) ist Ziel für März und soll...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist kein Geheimnis, schließlich habe ich es bereits in den vorigen Artikeln erwähnt: die Strava-Gran-Fondo-Challenge (160km am Stück) ist Ziel für März und soll als Richtungsweiser für die kommende Saison dienen. Auch die letzte Woche kamen wieder einige Kilometer hinzu, welche ich hier kurz resümieren möchte.</p>
<h3><span>Kyffhäusertour</span></h3>
<p>Der Kyffhäuser, auch als Kulpenberg bekannt, gilt als einer der Legenden des Vorharzes. Genau dieses Monument, welches in 36 Kehren ganze 270hm misst, sollte am Montag von uns (meinem Vater und mir) bezwungen werden. Nach einiger Schnatterei kurbelten wir auch alsbald dem Höhepunkt der Runde entgegen, welcher sich nach knapp 20 Minuten auch in Form des Kyffhäuserdenkmals zeigte.</p>
<p>Nun ging es stetig bergab, einige Wellen stehen uns noch im Wege, die wir aber ohne große Probleme meistern. Nach einer kleinen Mittagspause nähern wir uns wieder unserem Ausgangspunkt, philosophieren über Gott, die Welt und den tollen thürngisch-anhaltinischen Straßenbelag und kullern nach 120 Kilometern wieder am Auto ein.</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/119607153/embed/3b7bfc7a4ec28a5025f667c924b0a32135419fa9" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Kanupark-Training</h3>
<p>Auch wenn man meint, in Leipzigs Umgebung gäbe es keine Berge, der Kanupark Markkleeberg bietet das komplette Gegenteil. Monströse 30hm-Steigungen häufen sich, eine Bündelung von Höhenlinien ist auf einschlägigen Karten zu erkennen und auch vor Ort lässt sich die <em>Gemeine Leipziger Bergziege </em>oft beim Training beobachten. Doch aufgepasst, dieses Individuum ist besonders scheu und lässt sich nur dann beobachten, wenn die Langeweile der Leipziger Tieflandsbucht zuschlägt und dumme Anglizismen wie &#8220;Project 1K&#8221; im Raum rumschwirren.</p>
<p>Kurzum: Ich hatte meine Pumpe meiner Liebsten im Rucksack mitgegeben und entschied mich für 11 (oder doch 12?!) eintönige Runden am Kanupark. Macht dumm im Kopf, aber bessert die Höhenmeterstatistik bei Strava.</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/119942322/embed/f8331152ae8dbeb8bc898d7d88ba73e8f9f365f9" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Flotte Ostrunde</h3>
<p>Vor dem Wochenende soll noch eine All-Out-Runde her, die die letzten Körner verbrennt und bei man austesten kann, wie viel denn schon so geht. Fazit: es geht ganz ordentlich. In Zahlen: 30,1 im Schnitt bei 158 Herzschlägen durchschnittlich in der Minute.</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/120491215/embed/00869d100eb9caba23ac07d812564508a57ffc5c" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><img class=" " alt="" src="http://photos-f.ak.instagram.com/hphotos-ak-prn/1941107_204891086387733_1254771977_n.jpg" width="384" height="384" /><p class="wp-caption-text">Kurz mal Druck von der Pedale lassen&#8230;herrliches Klassikersträßchen westlich von Hainichen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fazit: Langsam wird es wieder. Die Fahrten haben gezeigt, dass sich mein Körper allmählich an die Belastung anpasst und doch nicht so viel Radform des letzten Jahres verflogen ist, wie ich dachte. Dies lässt optimistisch auf die kommenden Wochen stimmen, ich werde berichten&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Patrick</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wochenrückblick</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2014 10:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausfahrten]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser, &#160; wie ihr sicherlich mitbekommen habt, bin ich aus dem Winterschlaf gewacht, fahre öfter und versuche wieder so oft wie möglich auf dem...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wie ihr sicherlich mitbekommen habt, bin ich aus dem Winterschlaf gewacht, fahre öfter und versuche wieder so oft wie möglich auf dem Rad zu sitzen. Zusätzlicher Anreiz ist natürlich zusätzlich die Teilnahme an 2 Strava-Challenges, die gleich 2 Ziele des Monats vorgeben &#8211; 160km in einer Fahrt und 10km Laufen, so schnell wie möglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Muldenrunde</h3>
<p>Die Woche beginne ich mit einer lockeren Fahrt, für welche ich 3 Stunden einplane. Weniger ist wenig sinnvoll, für mehr fehlt mir noch der Mut, dieses Jahr bin ich nicht mehr als 60km gefahren! Als beginne ich meine Fahrt ruhig, auch wenn der leichte Wind früh einen Strich durch die Rechnung macht. Mit stetigem Gegenwind rolle ich also eine knappe Stunde nach Grimma, mein Herz schlägt hier im Schnitt 166 Mal in der Minute &#8211; im Rahmen.</p>
<p>Nun kehre ich gen Nord und lasse die grimmaischen Bergriesen links (oder rechts) liegen und kurble gemütlich auf der ehemaligen Bahntrasse Richtung Wurzen. Ich lasse mich rollen, der Wind schiebt mich ein wenig nach vorn. Die folgenden 20km absolviere ich mit einem 29er Schnitt und einer Herzfrequenz von durchschnittlich 153 Schlägen.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2014/03/muldenradweg.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-843" alt="Ehemalige Bahntrasse" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2014/03/muldenradweg-224x300.jpg" width="224" height="300" /></a></p>
<p>In der Keksstadt angekommen kämpfe ich mich ersteinmal durch den Kleinstadtverkehr, unglaublich wie viele LKWs hier unterwegs sind. Schnell lasse ich den Trubel hinter mir und lasse mich Treiben. Der Wins trägt mich nun durch die Ortschaften und schenkt mir nicht selten Geschwindigkeiten über 40kmh, ein geiles Gefühl. Wieder zuhause entscheide ich mich noch für einen kurzen Zuschlag um auf die erhofften 3 Stunden zu kommen und rolle kurz darauf zufrieden zuhause ein.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2014/03/kuchen.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-844" alt="Keine Kekse - aber leckerer Geburtstagskuchen vom Schatzi" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2014/03/kuchen-224x300.jpg" width="224" height="300" /></a></p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/117470301/embed/c0bb9d73d90131e0d3abb13218eee63733420414" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die ersten 10</h3>
<p>Am Folgetag habe ich einen anderen Plan. Nach öder Studiumsarbeit schlüpfe ich in die Laufschuhe und nehme mir einen 10km PR vor!</p>
<p>In den letzten Wochen fühlte ich mich durchaus Wohl, nutzte die freien Stunden für die ein oder andere Laufrunde. Das zählt sich aus! Ich fühle mich nach 5km super, habe da schon eine kleine Steigung hinter mir und sehne mich noch nicht nach einem jähen Ende. Also laufe ich einen kleinen Schlenker und nähere mich dann der warmen Dusche. Nun schaue ich öfter auf den Garmin und sehne eine zweistellige Zahl im Distanzfeld herbei, die mich alsbald auch beglückt. Noch ein paar Meter mache ich Tempo und laufe dann lockerer aus.</p>
<p>Eine anstrengende Einheit, die aber nich annähernd so weh tat wie noch vor einem Jahr. Und: ich setze eine akzeptable 57:18 als 10km PR.</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/117667470/embed/bf57cb9955e5226d091f259e4006690426f0d23c" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Nordosten</h3>
<p>Der Donnerstag sollte dann wieder für eine Fahrt in den bei mir oft ein wenig benachteiligten Nordosten dienen. Dicke Nebelfelder hingen über der Landschaft und ich kurbelte über die einsamen Straßen. Höhepunkt war wieder einmal das Kopfsteinpflaster in Püchau. Achtung: wer die Runde nachfahren möchte und im <a href="http://app.strava.com/segments/4869469" target="_blank">Pavésegment</a> auftauchen möchte wählt bitte gleich nach Beginn die rechte Auffahrt in die Schlossstraße &#8211; Kopfsteinpflaster gibts überall in Püchau, das Segment liegt aber nur da, wo&#8217;s schön steil ist.</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/118198363/embed/381e7676fa47b384d0a66d857ac97868ded0eb5b" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dies war also ein kleiner Rückblick in die letzte Woche. Doch auch schon in dieser Woche bin ich einige interessante Kilometer (u.a. auf den Kyffhäuser gefahren) wovon ich bald berichten werde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis dahin,</p>
<p>Patrick</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Und es geht weiter&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Feb 2014 19:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser, &#160; zunächst einmal entschuldige ich mich für meine nun mehr als halbjährige Schreibpause. Doch nicht nur der Blog, auch der &#8220;reale Sport&#8221; schliff...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>zunächst einmal entschuldige ich mich für meine nun mehr als halbjährige Schreibpause.</p>
<p>Doch nicht nur der Blog, auch der &#8220;reale Sport&#8221; schliff etwas, doch jetzt ist er (hoffentlich) da, der Frühling 2014. Und damit meine nunmehr vierte Rennradsaison und ich versuche mich in den Semesterferien in Windeseile in eine passable &#8220;Form&#8221; zu bringen.</p>
<p>Mein Plan: anstrengende Laufeinheiten gepaart mit etwas ausgedehnteren GA-Ausfahrten sollen in der Vorbereitungsphase wenigstens den Trainingsstand des letzten Jahres wiederherstellen.</p>
<p>Ganz in diesem Stile absolvierte ich diese Woche 3 Laufeinheiten, eine Runde zählte sogar die monumentale Distanz von mehr als 10 km <img src='https://patricks-rennradblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich hoffe also, nun etwas regelmäßiger kleine Artikel zu schreiben und verbleibe</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>mit sportlichen Grüßen</p>
<p>Patrick</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS: Ich danke meiner Freundin Maria für die Unterstützung und die Tolerierung meiner Trainingspläne <img src='https://patricks-rennradblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mein erstes Rennen: Neuseenclassics 2013</title>
		<link>https://patricks-rennradblog.de/2013/05/mein-erstes-rennen-neuseenclassics-2013/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mein-erstes-rennen-neuseenclassics-2013</link>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 15:26:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausfahrten]]></category>
		<category><![CDATA[Rennradliste]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgeregt wippt mein eingeklickter rechter Fuß auf dem Pedal. Es ist 9 Uhr. Wir stehen im Gewerbepark von Zwenkau. Heute steigt unser erstes Rennen unseres...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgeregt wippt mein eingeklickter rechter Fuß auf dem Pedal. Es ist 9 Uhr. Wir stehen im Gewerbepark von Zwenkau. Heute steigt unser erstes Rennen unseres Lebens, die Neuseenclassics 2013. Auf unseren Startnummern prangt ein großes &#8220;D&#8221; (wir sind Nachmelder) &#8211; stehen aber im C-Block, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern ausgewiesen ist.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/2013-05-19-08.55.32.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-830" alt="Aufgeregt im Startblock" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/2013-05-19-08.55.32-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<h3>Vollspeed über die Autobahn</h3>
<p>Lange müssen wir nicht warten, der Startschuss fällt recht zügig. Mein Papa und ich verabschieden uns und wünschen viel Glück und eine sturzfreie Fahrt und schon geht es los. Wir treten kräftig in die Pedale, selbst im Block C wird ordentlich reingetreten und schnell sehen wir eine 4 vorn auf dem Tacho. Plötzlich kreischen die abgenutzten Bremsklötze, laute Achtung-Schreie hallen durch die Morgenluft &#8211; ein Sturz auf den ersten 3km, schlimmer kanns gar nicht kommen. Wir bremsen ab&#8230;um wieder zu beschleunigen. Was war das denn?! Ein Grund für die Panik ist nicht auszumachen, hoffentlich geht das nicht so weiter, denke ich mir.</p>
<p>Rasch biegen wir auf die B2/B95 ein und das Tempo wird nochmal angezogen. Im Windschatten ist es erträglich, trotzdem biege ich nach links und gewinne einige Positionen. Vorn ist es ungefährlicher, sagt man. In Vollspeed rauschen wir über die für uns gesperrte Bundesstraße und erfreuen uns an echtem Rennfeeling.</p>
<h3>Neuseenland und Dorfgeplänkel</h3>
<p>Es folgt eine brenzlige Streckenführung. Mein Plan ist es, mich rechts zu halten, wenn es durch Markkleeberg geht. Es gelingt mir, am Seeweg verliere ich nun aber immer mehr Positionen. So recht kann ich mich und meine Position nicht behaupten, werde immer wieder zurückgereicht und finde mich rasch wieder im Mittelfeld der Gruppe wieder. Am Kanupark lasse ich erstmals einige Kollegen stehen und finde mich nun unter den ersten 10 des noch recht großen Feldes wieder. Einige Pappenheimer sprinten nach vorn, führen 2 Minuten um dann völlig ausgepowert nach hinten durchzufallen. Wir holen viele Einzelfahrer ein, auch einen älteren in garminblauen Trikot mit passendem Helm &#8211; mein Begleiter, bis zum Rennende.</p>
<p>Allmählich wird das Rennen ruhiger. Von diesem Moment habe ich schon oft gelesen, das Feld &#8220;stabilisiert&#8221; sich, die Führenden schlagen ein recht gleichmäßiges Tempo an. Immer noch befinde ich mich unter den ersten 10, vielleicht 15 Fahrern. Erstmals schweift mein Blick auf die prall gefüllten Dörfchen, die sonst nur verschlafen am Wegesrand liegen. Kinderhorden feuern uns an, ich sehe Erwachsene, die mit Bier und Klappstuhl bewaffnet das fröhliche Trieben aus dem Garten beobachten. Es ist ein schönes Gefühl, mit einem Affenzahn und doch noch recht locker durch die Dörfer, voll von jubelnden Menschen zu fahren.</p>
<p>Auf einmal wird es wieder langsamer, wir fahren auf eine Gruppe auf und es wird plötzlich unübersichtlich. Vorn bin ich jetzt nicht mehr, mache dafür Bekanntschaft mit einem netten Münchner, der das Rennen auch mit mir beenden wird. Wieder sprinte ich am Feld vorbei nach vorn, ins vermeintlich ungefährliche Umfeld. Der Wind zieht die Gruppe mächtig auseinander, alle fahren ganz rechts, immer wieder sterben Fahrer im Wind und lassen sich durchreichen. Ich halte mich da vorn raus, das Tempo passt mir und sowieso gewinne ich nur selten Plätze nach vorn. Der garminblaue Fahrer macht gute Führungen.</p>
<h3>Scharfes Muldental</h3>
<p>Wir schwenken Richtung Grimma. Ich kenne die Strecke gut, weiß, dass die Abfahrt zur Golzerner Bergstraße sehr eng, verwinkelt und schwierig zu fahren ist. Ich lege mir einen Plan zurecht, möchte da möglichst vorn, bzw. vielleicht sogar allein runter, um nicht in unnötige Stürze verwickelt zu werden.</p>
<p>Gesagt getan, ich kämpfe mich nach vorn, wo wieder der Garminblaue das Tempo vorgibt. Ich bin an dritter Position.</p>
<p>Mein Puls steigt, ein kurzer Blick verrät mir mehr als 190 Schläge in der Minute. Ich bin vorn und es geht schon bergab. Noch sind alle hinter mir und vereinzelt rasseln die Freiläufe &#8211; Luft nach oben. Ich trete rein, forciere das Tempo und mache mich in der Abfahrt ganz klein. Hier kenne ich jeden Meter, weiß wie ich die Kurven nehmen muss und profitiere. Hinter meinem Hintermann klafft eine ordentliche Lücke und wir verständigen uns darauf, weiter Tempo zu bolzen. In der Abfahrt nach Bahren sehe ich einen Hallziger. Fluchend. Marko. Hoffentlich ist er nicht gestürzt und es ist nix passiert, denke ich mir und fahre weiter. Der starke Garminblaue fährt das Loch zu, keiner kann ihm folgen und so rasen wir im Trio über die glitzernde Mulde.</p>
<p>Jetzt geht es los, mein Terrain &#8211; der Berg! Dooferweise fahren wir genau jetzt auf eine langsamere Gruppe rauf. Mich nervt dieses Spiel, warum starten die denn soweit vorn?! Flüssig kurbel ich die ersten Meter, dann schwenkt mein völlig kaputter Nebenmann nach links und zwingt mich zum Abbremsen. Am Berg. Verdammt! Ich kurve im Slalom durch die versprengte Truppe, bin völlig am Limit und doch wesentlich schneller als der Rest. Hier feuern uns wieder viele Leute an, eine tolle Stimmung an diesem Scharfrichter. Kopfsteinpflaster setzt ein, jetzt ist es vorbei. Wir biegen nach rechts weg und ab gehts in die Abfahrt.</p>
<p>Hier überholen mich einige Pappenheimer, die soeben noch halbtot an der Bergstraße klebten. Nun ja. Ich nehme einen kräftigen Schluck aus meiner Trinkflasche und erhole mich kurz. Bröhsen, das unterschätzen viele, ist ein ekliger Gegenanstieg. Ich bleibe auf dem mittleren Blatt, kette hinten ganz rechts und drücke die Steigung hoch. Die, die mich gerade noch überholten sind wieder halbtot, ich kurble dagegen flüssig nach oben, muss aber wieder einigen selbstgesetzten Serpentinen mancher Kollegen ausweichen. Ein Mann vom Waldschrat-Schlag feuert uns auf seinem Klappstuhl an, bringt mich zum Schmunzeln und schon sind wir oben.</p>
<p>Nun beginnt der hektische Teil. Ich bin in meinem Grüppchen ganz vorn, die hinter mir machen keinen fitten Eindruck, so dass ich mit schmerzenden Beinen zur nächsten Gruppe aufschließe. Ein hartes Stück Arbeit, was sich lohnt. Hier sind wir recht flott unterwegs, auch wenn wir immer wieder Leute aufsammeln, die gleich wieder wegplatzen. So recht möchte keine Ruhe einkehren. Ein kräftiger Fahrer in braunem Trikot macht immer wieder mächtig Druck, so richtig möchte sich keine größere Gruppe bilden. In Thümmlitzwalde geht es auf eine größere Abfahrt. Erstmals ensteht wieder eine große Truppe. Ich glaube Jenny (letztjährig Hallzig Express, jetzt Moskovskaya)  zu erblicken, auch andere Frauen sind im Feld vertreten. Ich halte mich im Mittelfeld, fühle mich nicht mehr allzu frisch und warte auf den Anstieg nach Kleinbardau.</p>
<p>Rasch stehen wir im Anstieg, ich höre wie die Ketten nach links krachen und die Kurbeln knarzend auf die Belastung reagieren. 3-4 Antritte und ich bin vorn, reihe mich vorn in der Führung ein. Komisch, das Tacho sagt noch 65km. Naja, muss halt.</p>
<h3>Hart am Wind und Solofahrt</h3>
<p>Auf einmal rollt ein rrl-Trikot zu mir vor. Martin! Er war aus dem A-Block gestartet und ist nun in meiner Gruppe, die sicherlich so um die 20-30 Mann (und Frau) umfasst. Die Gruppe ist ziemlich flott unterwegs, ich bleibe vorn vertreten und in einem kleinen Anstieg zerplatzt die Gruppe. Ich bin mit vorn dabei, 6-7 Leute treten mächtig in die Pedale.</p>
<p>Wir kreiseln gut, staffeln uns perfekt gegen den Wind und doch wird es immer zäher. Die Frische aus den ersten Kilometern ist aus den Muskelfasern gespült, Laktat bestimmt mich und meine Fahrt. Der im braunen Trikot ist wieder mit dabei, ebenso wie der &#8220;Bikerarsch&#8221; aus dem B-Block. Kurz nach Braußwig passiert es. Die Beine sind erschöpft, eine Tempowelle des Braunen zersägt mich. Ich falle zurück, kämpfe mich nicht heran. Von hinten müsste Martins Gruppe kommen. Ich drehe mich um. Nichts.</p>
<p>Nun beginnt der ekligste Rennabschnitt. Der Abstand zur Gruppe bleibt kurz konstant um sie dann komplett aus den Augen zu verlieren. Hastig lade ich mir noch die Strecke aufs Garmin. Ich drehe mich immer wieder um. Keine Gruppe, die mich einholt. Kein Einzelfahrer, der mir wenigstens ein bisschen Windschatten spenden könnte. Ich trete rein.</p>
<p>Diese Situation kenne ich von einsamen Intervalleinheiten, die Gegend soweit auch. Links und rechts säumen Rapsfelder die Strecke, den unverkennbaren Geruch nehme ich kaum noch wahr. Ich versuche mein Tempo zu treten, biege auf den altbekannten Weg an der Halde ein. Hier verläuft auch die 20min-Teststrecke, wo man sich so richtig schön auspowern kann. Das habe ich schon hinter mir, aber noch 35km vor mir. Ich erblicke am rechten Straßenrand Matscher, der mir im Vorbeifahren winkt und ein grandioses Foto schießt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" alt="Mit Tunnelblick nach Espenhain" src="http://hallzig-express.de/forum/download/file.php?id=1834&amp;mode=view" width="358" height="268" /></p>
<p style="text-align: left;">Man kann sich nicht vorstellen, wie  motivierend es ist, mal wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen. Ich bin knapp 15km allein unterwegs.</p>
<p style="text-align: left;">Plötzlich höre ich hinter mir ein Motorrad. So recht möchte es mich nicht überholen. Das Feld naht. Ein &#8220;Ausreißer&#8221; eingeholt, fast. Das Motorrad überholt mich, kein schönes Gefühl. Ich biege in Espenhain nach links weg. Mama und Schwester stehen hier und feuern mich an, ein schönes Gefühl. Ich werde nun vom Feld geschluckt, meine Kette springt ein paar Ritzel tiefer und ich rolle wieder mit.</p>
<h3 style="text-align: left;">Der Abgesang</h3>
<p>Ich begrüße Martin, er wundert sich über meine Anwesenheit und wir rollen gen Zwenkau. Das Feld ist nahezu riesig, bestimmt 50-60 Fahrer tummeln sich hier, etliche habe ich schon am Anfang getroffen. Der Münchner ist dabei, ebenso der Garminblaue und Jenny mit dem markanten Moskovskaya-Dress.</p>
<p>Ich rolle im Feld mit. Bei Großzössen dann wieder unerklärliches Bremsen. Hinter mir knallt es, kurze, laute Schreie und ich sehe im Augenwinkel 3 Fahrer auf den Asphalt und gegen die Leitplanke fliegen. An dieser Stelle wünsche ich allen Verunfallten (nicht nur einmal kam mir ein Krankenwagen entgegen) eine gute Besserung!</p>
<p>Es wird wieder gleichmäßig gefahren. Die Gesichter beschreiben große Anstrengungen, immer wieder müdes Lächeln erkennbar. Ich schaue immer öfter auf den Tacho, erhoffe ein jähes Ende. Erstmals überraschen Krämpfe meine müden Muskeln, die aber dank kaltem Wasser schnell ausgemerzt werden. Unspektakulär wechsle ich mal hier, mal da ein Wörtchen mit anderen Teilnehmern und rasch rollen wir in den Zwenkauer Gewerbepark ein.</p>
<p>Eine laute, reißerische Lautsprecherstimme weist uns den Weg. Ich rolle als Letzter der Gruppe ein, sehe eine 3 vorn auf der Zeitnahme und bin überglücklich.</p>
<h3></h3>
<p>Halbtot liege ich im Gras, erhalte von Torsten noch einen beglückwünschenden Anruf. Er hat die NSC mit einem 38,7er Schnitt beendet &#8211; unglaublich! 20 Minuten später trifft Papa ein, wir beglückwünschen einander, eine sturzfreie Fahrt und zwei klasse Zeiten für die dritte Rennradsaison. Er ist allein hereingerollt, keine passende Gruppe zwangen ihn ab Espenhain zur einsamen Restfahrt. Wir entspannen erst einmal.</p>
<p>Diverse Kaltgetränke und ein Sonnenbad auf der Wiese später rollen wir nach Hause. Platt sind wir, unterhalten uns über Schmerzen hier und da, über unser Rennen. Und doch ist es uns im endorphingeschwängerten Zustand egal, ob wir hier im Gegensturm nach Hause gurken. Es war ein toller Tag, ein tolles Rennen, nahezu perfekt!</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/2013-05-19-13.34.07.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-829" alt="Ausruhen auf der Wiese" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/2013-05-19-13.34.07-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Fazit: was für ein Erlebnis. Ich finishe als 50ter meiner AK mit einer Zeit von 3:48:57, was einen Schnitt von 36,48kmh bedeutet. Das ist ein grandioses Ergebnis, wenn ich auch noch nie so platt war, wie jetzt. Ich denke, wir können stolz auf unsere Ergebnisse sein, noch vor 2 Jahren war an solche Fahrten (Länge und Tempo) nicht annähernd zu denken.</p>
<p>Mein erstes Rennen war also ein voller Erfolg, die Veranstaltung absolut fein organisiert und das Rennfieber hat mich auch gepackt. Nun ja, was will man mehr?</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/55090791/embed/08303ad41d8d02d4c60d0a6eb5250babf4240e8f" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Achja, es gibt viele schöne Bilder vom <a href="http://www.sportograf.com/de/shop/event/1961">Sportografen</a>, die ich hier in den nächsten Tagen hoffentlich einbinden darf <img src='https://patricks-rennradblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Countdown für die NSC</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 11:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausfahrten]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo Leute, wieder mal ein kleiner Statusbericht von mir, meiner &#8220;Form&#8221; und meinen vergangenen Ausfahrten, schließlich sind nun schon 230km seit meinem letzten Artikel vergangen...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Leute,</p>
<p>wieder mal ein kleiner Statusbericht von mir, meiner &#8220;Form&#8221; und meinen vergangenen Ausfahrten, schließlich sind nun schon 230km seit meinem letzten Artikel vergangen &#8211; Nachholebedarf.</p>
<p>Seit nunmehr 8 Tagen dümpel ich in diversen Grautönen einer leichten Verkühlung &#8211; die Nase verstopft, manchmal kratzts ein bisschen im Hals. Nichts schlimmes, keine Frage, aber doch irgendwie ziemlich nervig, hat man doch immer Angst, die Situation zu verschlimmern und sich für längere Zeit in die Rennradabstinenz zu schießen.</p>
<h3>PR auf der Teststrecke</h3>
<p>Erster Erfolg am Mittwoch letzter Woche, persönlicher Rekord auf der Teststrecke, welche mir und noch einigen anderen Pedalhelden als Referenz und Anhaltspunkt für 20min-Intervalle dient. Komplett durchziehen tu ich hier aber noch nicht, schließlich reicht meine 20min-Leistung nicht, um mich in dieser Zeit ans Ende des Segments zu bringen. Trotzdem lief es im dichten Nebel spürbar besser und schneller.</p>
<h3>Im Trio in die Hohburger Schweiz</h3>
<p>Am Donnerstag dann, stand eine längere Fahrt auf dem Programm. Mit Torsten und meinem Vater ging es zunächst gen Osten, in Wurzenüberquerten wir die Mulde um ab hier das Ziel und den Wendepunkt unserer Tour im Blick zu haben: die Hohburger Berge. Berge waren es nun wahrlich nicht, der längste Anstieg nach Kleinzschepa misst auf eine Länge von 1,5km einen Höhenunterschied von 50hm &#8211; eine durchaus überschaubare Zahl. 2 kleine Asphaltblasen später war der alpine Spaß schon vorbei und wir rollten wieder Richtung Leipzig.</p>
<p><img class="aligncenter" alt="Hier sah es noch nach einem kurzen Schauer aus..." src="http://instagram.com/p/ZFmbqBK-D3/media/?size=m" width="306" height="306" /></p>
<p>Kurz darauf erwischte uns, so dachten wir, ein Regen<span style="text-decoration: underline;">schauer</span>. Es regnete und regnete. Keiner von uns hatte sich Regenüberschuhe drübergestreift, ein kleiner See bildete sich so an unsere Füßen. So kurbelten wir immer weiter nach Westen, immer mehr Wasser sammelte sich auf den Straßen und immer mehr Unmut über diese Situation sammelte sich. Alsbald durchquerten wir Trebsen, gelangten in bekannte Gegend und hingen uns noch kurz an eine kleine Gruppe um diese gleich wieder zu verlassen. Nun schoben sich immer wieder kleine Wellen in unseren Weg, weg war die Leichtigkeit der Hinfahrt, weg die strahlend gelben Rapsfelder. Nur noch Wasser &#8211; von vorn, von hinten, von unten und oben. Windschattenfahren wurde so unangenehm wie noch nie und doch gelangten wir irgendwie nach Großsteinberg, Torsten entschied den Bergsprint an der monströsen 17%-Steigung für sich. Langsam kehrte Monotonie ein, nunmehr lethargisch betrachteten wir die Regentropfen, die keinesfalls weniger oder kleiner wurden. Wir drückten nochmal kurz ein wenig mehr aufs Tempo und kehrten schnell ins warme und vorallem trockene Heim ein. Feine Runde!</p>
<p><img class="aligncenter" alt="...und hier wars dann schon egal!" src="http://instagram.com/p/ZFmNj8q-Dv/media/?size=m" width="306" height="306" /></p>
<p>Achja, kurz nach der obligatorischen Dusche war der Regen verzogen und die Sonne prasselte auf den Balkon. Na toll, danke Petrus!</p>
<h3>Haldentraining</h3>
<p>Am Sonntag umfuhr ich zunächst ein dickes Regenband, welches bedrohlich über mir schwebte und als Scharfrichter für die harten 4x4min-Intervalle diente. Locker rollte ich also an den Fuß der Halde. Die ersten zwei Durchgänge liefen gut und flüssig. Ein kleiner Hänger im dritten Intervall und dann nochmal all-out im Vierten. Viel gibt es nicht zu erzählen, außer, dass es gefühlsmäßig mächtig bergauf geht (die Fitness, nicht die Halde <img src='https://patricks-rennradblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  )</p>
<p>Nach den Intervallen stand mir eine flotte Heimfahrt bevor, ich wollte den ersten 30er Schnitt im Jahr 2013 fahren und latschte teilweise voll gegen den Wind. So schön die Geschwindigkeit jedoch auch war, ich merkte, dass ich die Intervalle wohl ein wenig zu lasch angegangen bin &#8211; oder aber, dass sich meine Fitness derartig verbessert hat, dass ich auch nach harten Intervallen noch einigermaßen Restkörner verschießen kann. Jedenfalls rettete ich einen goldenen 30er Schnitt ins Ziel. Schon ein bisschen Stolz, war sowas vor 2 Jahren nicht annähernd denkbar gewesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/53835297/embed/8eb94ba3d996898eb34f440c972e92248f35f786" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<h3> Und jetzt?</h3>
<p>Diese Woche war Regeneration angesagt. Eine kleine Rollerrunde am Dienstag, sonst nix weiter außer rumhängen und auskurieren. Am Sonntag feiere ich dann meine Rennpremiere: die Neuseenclassics 2013. Ein bisschen Aufregung ist schon dabei&#8230;jemand Tipps und Tricks fürs erste Rennen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viele Grüße,</p>
<p>Patrick</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Istrien Tag 6+7: Dauerregen und Abschiedsschmerz</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 06:27:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausfahrten]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir im gestrigen Dauerregen von Istrien kein Glück mit dem Wetter hatten und daher nur völlig durchnässte 30 Kilometer erlebten, lasse ich Tag 6...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir im gestrigen Dauerregen von Istrien kein Glück mit dem Wetter hatten und daher nur völlig durchnässte 30 Kilometer erlebten, lasse ich Tag 6 einfach und galant weg. Nicht die feine englische Art des Rennradjournalismus aber viel gibts nicht zu sagen (außer, dass es nass und glatt war) &#8211; nun ja.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/helm_nass.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-808" alt="Nasser Helm" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/helm_nass-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Also zum heutigen Tag.</p>
<p>Mit der Maßgabe eines früheren Starts genossen wir schon um halb 9 das allmorgendliche Frühstücksei und ließen uns die Marmeladenbrötchen schmecken. Weniger schnell befüllten wir die Rückentaschen unserer Trikots, einige Fachsimpeleien und Kaffees später ging es dann auch schon los &#8211; um 10, wohlgemerkt.</p>
<p>So radelten wir zunächst gen Norden. Ziel unserer Fahrt war zunächst das Tal der Mirna, aus dem wir uns dann südlich bergaufwärts herausschlängeln sollten. Die Beine waren wie immer anfangs nicht allzu frisch und so kullerten wir mehr oder weniger locker mit nicht wenigen Höhenmetern (geht hier auch kaum anders) nach Vizinada. In der nun folgenden Abfahrt erfuhren wir dreifaches Pech. Erst lockerte sich meine Garmin-Halterung. Beim Boxenstopp zerstachen uns in 30 Sekunden prompt gefühlte 9538 Mücken, so dass wir ein anderes Plätzchen mit nicht weniger kleinen Tierchen wählten. Drittes Pech war dann mein istrischer Anstandsplatten, ausgerechnet in einer ordentlichen asphaltierten (!) Abfahrt <img src='https://patricks-rennradblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Schnell war das kleine Malheur behoben und es ging weiter.</p>
<p>Im nun folgenden Mirna-Tal wartete eine herrliche Strecke auf uns: topfeben, Flüsterasphalt und erträglicher Verkehr. So pedalierten wir seelenruhig einige Minuten, unsere Silhouetten wurden umrahmt von riesigen Hügeln, welche den weiteren Streckenverlauf ganz gut vorwegnahmen.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/mirnatal.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-809" alt="Radeln im Mirnatal - ungewohnt eben" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/mirnatal-196x300.jpg" width="196" height="300" /></a></p>
<p>Ein Rechtsschwenk und wir stehen. In einer Wand. Nun ja, eher Rampe. Bis zu 10% misst die Straße hier, es geht aufwärts, fast 350hm am Stück, 2 kleine Abfährtchen sind als kleine Erholung zwischengeschaltet &#8211; nett. Wir verbiegen unsere Kurbeln, ächzen den Berg hinauf und lassen das herrliche Motovun links liegen, haben es aber stets im Blick. Eine grandiose Auffahrt mit tollem Ausblick, die doch ein wenig für die Quälereien entschädigt.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/papa_motovun.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-810" alt="Papa im Anstieg vorbei an der Stadt Motovun" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/papa_motovun-224x300.jpg" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Alsbald haben wir das Schlimmste überstanden, denken wir. Es bleibt wellig. Immer wieder fahren wir 20hm hoch um diese sofort wieder zu verlieren. Zermürbend. Ansonsten rollt es sich wie immer ganz passabel, kleine Sträßchen schlängeln sich romantisch durch die Hügel, immer wieder kann man den Blick in der Weite verlieren und das verlängerte Limski-Tal erkennen. Da wollen wir hin.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/limskital.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-811" alt="Da wollen wir hin - Limskital" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/limskital-300x213.jpg" width="300" height="213" /></a></p>
<p>Es dauert nicht lange, dann sind da. Wir kennen die Auffahrt, verständigen uns auf eine längere Pause im Dörfchen nach dem Anstieg und quälen uns. Noch läuft es einigermaßen gut, wir kurbeln flüssig und irgendwie läuft es doch besser als noch vor einigen Tagen. Fröhlich beschwingt kommen wir oben an und verschnaufen auf der Piazza von Sveti Petar u Sumi. Hier hielten wir schon am Sonntag, ein schönes Fleckchen Erde.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/pause.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-812" alt="Verdiente Pause" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/pause-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Wir verweilen nicht lange, machen nach knapp 10 Minuten weiter. Ein Blick auf den Garmin verrät uns eine Restmenge von 700hm auf halber Strecke, sollte zu schaffen sein. Wir bewegen uns weiter nach Zminj, mittlerweile mein persönliches Eistee-Eldorado. Wir kaufen uns an der örtlichen Tanke einen Getränkespeicher, welcher teilweise in unsere Trinkflaschen, teilweise in die Rückentasche wandert. Wieder auf der Strecke erleiden wir dem istrischen Mythos. Zwei Schotterpassagen östlich von Zminj werden unter unsere schmalen Räder genommen. Es huckelt, immer wieder krachen Steine zur Seite oder schnipsen wir Granatsplitter in die Büsche. Nicht mein Terrain, ich fluche und hasse für einen Moment diese verdammten Wege oder zumindest die, dieses Stückchen Mistweg als &#8220;gelbe Kreisstraße&#8221; auf der Karte markieren. Papa wirbelt Staub auf, seine Silhouette wird immer kleiner. Ich bin vorsichtiger, kurve unsicher durch wasserbefüllte Schlaglöcher und sehe langsam kurbelnd das Ende herbei. Es geht vorbei, ein weiterer Anstandsplatten bleibt uns verwährt und auch die Laune bessert sich schnell. Wir haben die Spitze unserer Runde erreicht, kehren nun um, kurbeln mit dem Wind Richtung Nordwesten und auch die Sonne zeigt sich immer öfter am Himmel. Auch die Temperaturen steigen, schon längst ist der Eistee aus meiner Rückentasche leer und nur noch die warme Zuckerbrühe aus meinen Trinkflaschen wartet darauf in meinen Körper zu gelangen. Die Strecke wird schöner, auch aufgrund des leichten Gefälle, was es immer leichter macht, Geschwindigkeiten jenseits der 27er Schallmauer zu durchbrechen.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/papa_kurve.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-813" alt="Es wird schneller..." src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/papa_kurve-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Nun erkennen wir immer mehr Wege, fachsimpeln über bereits gefahrene Höhenmeter, den atemberaubenden 24er Schnitt (ist uns total wumpe) und ruhig, still und leise nähert sich uns der letzte &#8220;richtige&#8221; Anstieg des Tages. Von Dvigrad nach Korenici, diese Straße befahren wir nun zum dritten Male und wieder ergreift uns der Charme des tollen Ausblicks ins Tal. Über 2, 3 Serpentinen gewinnen wir rasch an Höhe und schon sind wir 25km vorm Ziel. Einfach? Denkste.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/papa_burg.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-814" alt="Aufstieg nach Korenici - im Hintergrund die Burg Dvigrad" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/papa_burg-224x300.jpg" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Es wird deutlich einfacher, die Kette wechselt aufs große Blatt, doch immer wieder stellen sich kurbelverbiegende Mistdinger in unseren Weg. Immer wieder aus dem Sattel, 3 Wiegetritte und mit wummernden Beinen in die Abfahrt. Der Heimweg ist schön, kaum Autos, hauptsächlich bergab, aber irgendwie doch eklig. Beflügelt vom Gefühl, gleich zu Hause zu sein und 125 gefahrene Kilometer in unser Palmares einzutragen treten wir nochmal rein. Es läuft. Immer wieder huckelt es, doch wir wissen wie es hier läuft, haben uns zumindest ein bisschen an die harten kleinen Anstiegchen gewöhnt und rollen so kaputt und überglücklich nach Hause.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/vaterundsohn.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-815" alt="Vater und Sohn - Schlussbild in Zbandaj" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/vaterundsohn-168x300.jpg" width="168" height="300" /></a></p>
<p>Was für ein geeeiiiiiler Radurlaub! Fast 500 gefahrene Kilometer, etliche Höhenmeter und tolle Stunden auf dem Rad. Es war einfach unheimlich toll, Istrien ist ein feines Rennradrevier mit einigen Macken und Tücken, die das Fahren zu einer echten Herausforderung machen. Diese Worte sollen für ein kleines Fazit genügen, ein gesonderter Reisebericht folgt natürlich noch.</p>
<p>Alles in allem eine schöne Woche, welche im Jahr 2014 vielleicht ganz zufällig eine Wiederholung finden wird. Vielleicht ja auch in Istrien, in unserem kleinen, pittoresken Dörfchen Zbandaj. Wer weiß, wer weiß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viele Grüße,</p>
<p>Patrick</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Istrien Tag 4: mit Matschebeinen nach Inneristrien</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 22:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausfahrten]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Muskelkater. In beiden Beinen. 230 ziemlich hügelige Kilometer haben Spuren hinterlassen. Das Frühstück geht auch nur widerwillig rein, alsbald verzieht sich jedoch Bauchgrummeln und der...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Muskelkater. In beiden Beinen. 230 ziemlich hügelige Kilometer haben Spuren hinterlassen. Das Frühstück geht auch nur widerwillig rein, alsbald verzieht sich jedoch Bauchgrummeln und der allmorgendliche Regenschauer und wir machen auf. 105km und 1300hm warten auf uns und unsere puddingähnlichen Waden.</p>
<p>Wieder verlassen wir unseren Ort in Richtung Süden, rollen weitgehendbergab um schnell auf den harten istrischen Boden der Realität zurückzukehren. Es geht bergauf. Alsbald erreichen wir Sveti Lovrec, ein kleines Städtchen mit pittoreskem Ausblick über die istrische Landschaft. Immer mehr verziehen sich die Wolken vom Himmel und wir nehmen Kurs auf das Limski-Tal um kurz vor Kringa Dreck, Staub und Schotter unter unseren Reifen zu finden. Die 7 bar bleiben erhalten, fluchend rollen wir über den frisch verschlimmbesserten &#8220;Straßen&#8221;belag (einige kroatische Straßenbaumeister verteilten frische Golfballgroße Kieselsteine) und finden uns nach 5 Minuten Qual in Kringa wieder.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/DSC_0214.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-799" alt="Kringa - Ort des Schotters" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/DSC_0214-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Nun geht es kurz am Kamm des Tals entlang um dann in die rasante Abfahrt einzubiegen. 2 Serpentinen später sind wir schon im Gegenanstieg. Rasch wechselt die Kette auf immer größere Ritzel, springt fröhlich vom größten aufs kleinste Blatt und bleibt die nächsten 10 Minuten auf Dauerzug. Der Anstieg nach Sveti Petar u Sumi ist gnadenlos. Offenbart er uns zwar nur selten Gradienten im zweistelligen Bereich, bleibt er landschaftlich eher monoton.</p>
<p>Die Quälerei findet ein jähes Ende und wir rollen nach Zminj. Hier pausierten wir bereits vor 2 Tagen, lassen das Städtchen nun aber links liegen und rollen weiter gen Süden. Die Sonne lässt sich nun nicht mehr bitten, prasselt unermüdlich auf uns hinunter und heizt die Luft auf heiße 30°C auf. Wir öffnen die Windweste und lassen unsere Front durch den angenehmen Gegenwind abkühlen. Das Vergnügen hat ein schnelles Ende, Wolken schieben sich vor die Sonne und begleiten unsere Hügelplackerei in Inneristrien sehr passend. Immer wieder kurbeln wir durch verschlafene Dörfchen.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/DSC_0213.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-798" alt="Durch die inneristrischen Hügel" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/DSC_0213-274x300.jpg" width="274" height="300" /></a></p>
<p>Monotonie kehrt ein. Es bleibt hügelig. Immer wieder klettern wir 30-40hm, verlieren diese gleich wieder. Immer mehr Eidechsen kreuzen unsere Wege, auch die Vegetation bleibt ähnlich üppig &#8211; weite Blicke in die Ferne sind nur selten möglich, dann aber lohnend. Wir entscheiden uns für eine Pause, kehren ein, ins Dörfchen Othi, und laben uns an Energieriegeln und Zuckerwasser, welches unheimliche Leistungsexplosionen verspricht. Lange bleiben wir nicht, kurbeln nun noch einige Zeit durch die Prärie um nach 20 Minuten eine weitere Getränkepause einzulegen. Wir genießen Eistee und Isodrink.</p>
<p>Nun beginnt der flotte Teil unserer Fahrt. Auf einer deutlich größeren und befahreneren Straße fegen wir mit 30 über den Asphalt &#8211; ungeahnte Möglichkeiten, hier, in Istrien. Der Verkehr nimmt zu, wir senken unsere Köpfe und treten. Treten. Keine Dörfer, die für Abwechslung sorgen, nur sporadisch ein Häuschen, eine Weide, ein Nebensträßchen.</p>
<p>Endlich biegen wir in Svetvincenat ab. Es folgt eine dieser verschlafenen Straßen, eine derer, die nur 20-30 Autos pro Tag sehen, wenn es denn gut kommt. Wir überqueren eine Bahnlinie, nur um diese kurze Zeit später wieder hinter uns zu lassen und dann parallel weiter zu radeln. Der letzte größere Anstieg des Tages kommt in Reichweite. Nach eine rasanten Abfahrt erblicken wir die Ruine Dvigrad neben uns, biegen aber rasch in den folgenden Anstieg nach Korenici. Es läuft rund, wir erklimmen quatschend den Anstieg der Kategorie 4 und sind stolz. Noch einige Kilometer bis Zbandaj, bis zum rettenden Liegestuhl.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/2013-04-30_14-55-25_289.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-800" alt="Aufstieg mit Blick nach Kanfanar" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/05/2013-04-30_14-55-25_289-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Fröhlich beschwingt pedalieren wir durch Barat, nehmen Tempo auf und sind in kurzer Zeit in Sveti Lovrec. Das Cafe hier ist geschlossen, wir verständigen uns auf einen heimischen Kaffee und nehmen den kurzen Weg ins Domizil. Nach schnellen 10km (und einer verlorenen Flasche) kommen wir zufrieden im Ferienhaus an und lassen uns die Sonne, welche sich nun wieder von der besten Seite präsentiert, auf den Körper scheinen.</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/51530756/embed/fe69724732ddca18f5ae492ab3bce39428813663" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
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		<title>Istrien Tag 3: Norden und Berge</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 21:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausfahrten]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute soll ich hier auf Patricks Blog meinen versprochenen Gastbeitrag zum Besten geben. Grund ist mein zustimmen zum Deal: Patrick kocht und ich schreibe den...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute soll ich hier auf Patricks Blog meinen versprochenen Gastbeitrag zum Besten geben. Grund ist mein zustimmen zum Deal: Patrick kocht und ich schreibe den heutigen Blogartikel. Das Gekochte war übrigens Pizza aus der Pappschachtel …den Artikel gibt’s nun hier, und das ICH heißt Thomas und ist seit fast 19 Jahren der Papa von Patrick.</p>
<p>Nun aber zur heutigen Tour. Nach den gestrigen fast 95 km bei 1200 Hm sollte es nun heute ein klein wenig länger und noch etwas höher gehen.</p>
<p>So ging es heute nach gemütlichem Frühstück gegen halb 11 auch schon los. Die ersten Kilometer ging es bei wunderschönen Wetter leicht bergauf und so tat der gestrige Tag auch noch mal schön weh, man muss bedenken ich bin hier mit kläglichen 850 Rennradkilometern in diesem Jahr angereist und da kann sicher der Ein oder Andere mein Jammern nachvollziehen, aber es ist ja selbst auferlegte Qual. Nach ca. 20 Kilometern ging es dann auch das erste Mal bergab, Patrick lobte noch den ausgezeichneten Asphalt und schon war es vorbei damit und wir rumpelten weiter auf aufgefrästen und zerbrochen Reststraßenbelag dem ersten nennenswerten Anstieg entgegen. Den 1 Kilometer langen Anstieg nahmen wir recht gediegen, wähnten wir uns doch schon am eigentlichen Tageshöhepunkt dem Kategorie 2 Anstieg nach Oprtaj, dieser folgte aber erst nach einer weitern 5 km langen rasanten Abfahrt ins Tal nach Livade.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-29_11-26-42_768.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-785" alt="Im Anstieg nach Oprtalj" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-29_11-26-42_768-224x300.jpg" width="224" height="300" /></a></td>
<td><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-29_11-29-57_979.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-786" alt="Hügelstadt Motovun" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-29_11-29-57_979-224x300.jpg" width="224" height="300" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Nun ging er aber los, der Anstieg von 18müNN auf monströse 375müNN. Anfangs noch optimistisch später immer gequälter hang ich wie vom Gummiband gehalten an der Seite von Patrick und begleite ihn, oder doch eher er mich (?) bis zum Gipfel dieses ersten größeren Anstieges unserer heutigen Etappe. Oben angekommen wurde natürlich auf Wunsch des „Alten“ eine kleine Pause eingelegt, die ersten Getränke gereicht und von den Leckereien aus der Trikottasche gespeist.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0199.jpg"><img class="size-medium wp-image-788 aligncenter" alt="Ausblick" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0199-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Nun sollte es tendenziell bis Umag bei Kilometer 60 nur noch bergab gehen und die kleinen Höhengewinne ließen sich ganz gut wegdrücken, unterwegs sammelten wir noch einen RR-Kollegen unbekannter Nationalität auf und so flogen wir mit ordentlich Tempo dem heutigen zweiten und letzten Zwischenstop entgegen. Nach der kleinen Pause am Hafen von Umag, mit Getränkenachschub, sollte es nun weiter nach Novigrad gehen. Leider war die Küstenstraße doch recht stark befahren und der Spaßfaktor dementsprechend gering, aber auch das haben wir gemeistert. Bei Novigrad ging es noch landschaftlich schön über eine Brücke über die Meerenge.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0208.jpg"><img class="size-medium wp-image-789" alt="Der Weg durchs Meer" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0208-168x300.jpg" width="168" height="300" /></a></p>
<p>Hier ließen wir auch eine größere Rennradgruppe passieren um uns im Windschatten mitziehen zu lassen, leider bog diese als wir uns so schön angehangen hatten, auch schon von unseren Weg ab. So ging es die letzten 25 km wieder im gewohnten Zweier zurück in unser schönes Ferienhaus nach Zbandaj. Das war er, mein Beitrag zum Blog, hoffe er gefällt…morgen soll es noch mal etwas über Hundert werden, dann erstmal ein Ruhetag…puhhh…!</p>
<p>Thomas</p>
<p><iframe src="http://app.strava.com/activities/51358136/embed/392a678bf1555b5c4db873339dcd06661ef18c6e" height="405" width="468" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
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		<title>Istrien Tag 1+2: Achterbahnfahrt nach Osten</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 21:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausfahrten]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist soweit &#8211; die Flaschen befüllt, die Strecke geklickt und aufs Garmin geladen und noch schnell wechsle ich mein langes Funktionsunterhemd gegen ein kurzes...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist soweit &#8211; die Flaschen befüllt, die Strecke geklickt und aufs Garmin geladen und noch schnell wechsle ich mein langes Funktionsunterhemd gegen ein kurzes &#8211; die Sonne wärmt die istrische Landluft immer mehr auf. Eine richtige Entscheidung, wie sich in einigen Stunden erweisen wird.</p>
<p>Schon gestern haben wir hier eine Runde gedreht, mehr oder minder erfolgreich. Auf dem Rückweg zwangen uns Schotterpisten oder gar nicht existente Wege zum Umkehren und direktem Rückweg. Heute sollen es um die 90km werden. Das Terrain sieht auf der Karte recht flach aus, ein Irrglaube &#8211; 3 Kat.4-Anstiege, kaum vermeidbar hier in Istrien, werden sich uns in den Weg stellen. Kurz vor 12 rollen wir also los, kurz-kurz selbstverständlich.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0174.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-771" alt="Abfahrt in Zbandaj" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0174-168x300.jpg" width="168" height="300" /></a></p>
<p>Und schon geht es los. Zunächst geht es bergab. Die Straße kennen wir von gestern, der rechte Randstreifen ist schon längst zersetzt, fährt man ein wenig mittiger läuft es aber problemfrei. Bis Jasenovica verlieren wir fast 100m an Höhe. Nun geht es tendentiell bergauf. Ein Auf und Ab, nur selten bis gar nicht zeigt der Edge 0% Steigung an. Das Wetter ist gut, immer wieder tauchen kleine Wolken am Himmel auf, die die Euphorie über die &#8220;2&#8243; vorn an der Temperaturanzeige aber nicht trüben können. Rasch gewinnen wir an Höhe und finden uns auf 300m üNN wieder.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-28_13-37-01_312.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-770" alt="Anstieg nach Sveti Lovrec" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-28_13-37-01_312-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Nun geht es bergab, mal mehr, mal weniger rasant. Rasch sind wir am Rande eines Tals angelangt und stürzen uns die malerische Straße ins Limski-Draga-Tal herab. Unten angekommen geht es ab in den Gegenanstieg nach Kanfanar &#8211; ein Anstieg der vierten Strava-Kategorie. Die Straße steigt rasch auf 7-8% an, wir öffnen das Trikot und kurbeln stoisch aus dem Tal herauf. 11 Minuten und 3km später finden wir uns im Dörfchen Kanfanar wieder. Immer noch geht es immer wieder auf und ab, immer wieder springt die Kette vom großen aufs mittlere Blatt, es ist schwierig einen passenden Rhythmus zu finden. Die Straßenränder werden nun öfters von malerischen Dörfern gesäumt. Das heutige Istrien ist nur noch selten heruntergekommen, noble Häuser mit blütenweißen Stuck-verzierten Carports, Pools und teure Autos. Die Straße hingegen bleibt immer noch mittelmäßig. Zumindest kein Schotter, aber halt auch kein deutscher Flüsterasphalt, der unter unseren Rädern daherfliegt. So schlängeln wir uns nach Osten gen Zentralistrien. Ziel unserer Fahrt ist ein Tal im Osten. Schnell kommen wir auch hier am Talrand an und stürzen uns den kleinen Weg hinab, der kaum breiter als ein Auto ist und trotzdem 11-12% Steigung vorweist &#8211; Steigung, welche wir kurze Zeit später nochmals absolvieren müssen, dann aber aufwärts. Hier unten erwartet uns ein malerischer Ausblick, Weinberge, die rote fruchtbare istrische Erde, ein kleiner Weg, dessen Ende man nur vermuten kann und ein herrlicher Blick in den Dunst der weiter östlich liegenden Hügel.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-28_14-12-36_864.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-773" alt="Medancici - Pausen- und Wendepunkt unserer Tour" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-28_14-12-36_864-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a>Nachdem wir uns kurz bergauf quälen wird es gleichmäßiger. Es geht tendentiell bergab, die kleinen Dreckshuckel werden weniger und auch der Garmin prophzeit mit angezeigten 800hm ein jähes Ende der Bergauf-Quälerei &#8211; &#8220;nur&#8221; noch 500hm. Wir nehmen jetzt Kurs aufm Zminj, eine kleinere Stadt in Zentralistrien und zweiter Pausenort auf der heutigen Runde. Wir finden eine Tankstelle, bestellen uns einen Eistee (für mich) und ein quietschgelbes Isogetränk (für Papa) im abgedunkelten Tankstellenladen und finden noch soeben einen Platz zum Sitzen. Der stechende Benzingeruch strömt in unsere Nasen, wir lassen uns trotzdem unsere kalten Getränke schmecken und vereinbaren einen kurzen Abstecher zur Kirche in Zminj.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0178.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-774" alt="Pause" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0178-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Nun zeigt sich auch die Sonne immer öfter. Nach dem kurzen Fotostopp fahren wir also weiter nach Westen. Die Landschaft bleibt schön, die Straße wird indes größer, nun trennt eine gestrichelte Linie sogar zwei Spuren voneinander. Ein kleines Cafe am Rande einer schicken Piazza überredet uns zum Espressostop, welcher uns auch gleich von einer Kroatin samt Wässerchen, welches wir dankbar annehmen, serviert wird. Die Architektur ist auch hier sehr ansehnlich, eine gekonnte Mischung aus alten Gemäuern und frisch renovierten Gebäuden prägt das heutige Istrien, sehr erfrischend und nicht zu altbacken, ein Ort zum Wohlfühlen. Da wir aber nicht nur zum Wohlfühlen hier sind zieht es uns weiter, weiter auf der glatten Straße. Nur noch wenige Meter bis zur Abfahrt und dem folgenden Anstieg, wir biegen ab und krach &#8211; landen auf einer feinen Schotterstraße. Es holpert.</p>
<p>5-6%. Schotter. Bergab. Normalerweise rauscht man auf Asphalt solche Abfahrten mit 50-60 Sachen herunter. Hier aber überschreitet unsere Geschwindigkeit selten die 30kmh-Marke. Wir machen das Ziel unseres Aufstiegs, eine kleine Burg im Dörfchen Kringa, aus, machen einen Fotostopp und kriechen weiter talabwärts.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0184.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-775" alt="Harte, rumpelige Realtität vor Kringa" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC_0184-168x300.jpg" width="168" height="300" /></a></p>
<p>Pünktlich in der Talsohle gesellen sich immer größere Brocken zum Straßenbelag hinzu, nur noch 2 Fahrtrinnen der Autos sind hier noch befahrbar. Es wird steiler. Nicht ganz so steil wie am zweiten Anstieg des Tages, doch auch die 6-7% reichen aus um gehöriges Zwicken im Bein zu bewirken. Immer wieder schnipsen Steine unter unseren Rädern weg und surren wie Granatsplitter ins Gebüsch. Hin und wieder trifft es auch die Speichen des jeweilig Anderen, was stets mit einem kleinen Seufzer quittiert wird. Im Ort angekommen verschwindet der Schotter.</p>
<p>Nun rauschen wir durch Istrien. Beflügelt durch den überraschend glatten Bodenbelag und die negative Steigung fällt unsere Geschwindigkeit selten unter 30 Stundenkilometer. Wir fliegen durch die Dörfer, welche immer noch mit unendlichem Charme am Straßenrand auf unsere neidischen Blicke warten. Es läuft gut, so gut wie noch nie heute. Noch 10km bis daheim, das schaffen wir.</p>
<p><a href="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-28_16-36-32_77.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-776" alt="Jetzt wirds flott - die Heimfahrt" src="http://patricks-rennradblog.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04-28_16-36-32_77-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Auch die Sonne gibt ihr Bestes, uns einen schönen Heimweg zu bescheren. Kaum eine Wolke schiebt sich über den blauen Himmel, keine Schlechtwetterboten zeigen sich am Horizont. Wir kassieren noch eine MTB-Touri-Gruppe und rollen zufrieden Richtung Feriendomizil. Es geht schneller als gedacht und wir finden das heimische Ortsschild vor. Die Kette rattert einige Ritzel aufwärts, wir lassen ausrollen. Schließlich warten morgen ähnlich viele Höhenmeter und einige Kilometer mehr auf unsere Waden.</p>
<p><iframe height='405' width='468' frameborder='0' allowtransparency='true' scrolling='no' src='http://app.strava.com/activities/51210395/embed/b11d40f0a0f706332754b37203108ea75cd9da4d'></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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